Was das neue kroatische Legalisierungsgesetz bringt (2026)

Kurz gefasst

Am 30. April 2026 verabschiedete das kroatische Parlament Änderungen des Gesetzes über den Umgang mit illegal errichteten Gebäuden, veröffentlicht im Amtsblatt 48/2026 und in Kraft seit dem 16. Mai 2026. Für Eigentümer nicht genehmigter Häuser, Anbauten und Nebengebäude ist es die größte Änderung seit der ersten Legalisierungswelle.

Vier zentrale Änderungen

  • Die Antragsfrist wurde abgeschafft — die Legalisierung kann jederzeit eingeleitet werden, anders als in früheren Runden mit harten Fristen.
  • Das Verfahren ist volldigital: Anträge laufen über das System eDozvola, die geodätische Aufnahme wird elektronisch (GML) erstellt.
  • Der Wasserbeitrag wurde abgeschafft und senkt die Gesamtkosten.
  • Wer früher wegen unvollständiger Unterlagen oder nicht bezahlter Gebühr abgelehnt wurde, kann erneut beantragen.

Wer infrage kommt

Die Schwelle bleibt gleich: Legalisiert werden können Gebäude, die bis zum 21. Juni 2011 errichtet wurden, nachgewiesen durch Sichtbarkeit auf dem digitalen Orthofoto der Staatlichen Geodätischen Verwaltung oder durch Katastereinträge bis zu diesem Datum. Gebäude in Schutzgebieten und Infrastrukturkorridoren bleiben ausgeschlossen.

Was jetzt zu tun ist

Es gibt keine Frist, doch die Ämter werden jeden Monat voller — und Verkauf, Kredit oder Erbschaft warten nicht. Der erste Schritt kostet nichts: die Prüfung, ob das Gebäude auf den Bildern von 2011 sichtbar ist und welche Unterlagen es braucht.

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